Der Europäische Rat von Lissabon hat im Jahre 2000 einen Prozess in Gang gesetzt, der ganz bewusst die Erziehungs- und Bildungspolitik in den Mittelpunkt rückt, um durch weit reichende strategische Maßnahmen ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum sowie eine größere Sozialkohäsion in der EU zu gewährleisten.

In diesem Zusammenhang hat das Unterrichtsministerium im Jahr 2004 einen Europa der Bildung benannten Prozess in die Wege geleitet, der mit Rücksicht auf die unterschiedlichen örtlichen Erfahrungen und auf die Autonomie seit langem Initiativen unterstützt, die den Aufbau eines europäischen Erziehungs- und Bildungsraumes anstreben. Unter anderem wird die Schaffung von Schulnetzwerken gefördert, die sich verpflichten, gemeinsam an Themen zu arbeiten, die es ermöglichen, die Ziele der Lissaboner Strategie zu erreichen, welche im Arbeitsprogramm „Bildung und Berufsbildung 2010“ bekräftigt und vom Europäischen Rat im März 2004 genehmigt worden sind.

Um den Entwicklungsprozess von „Europa der Bildung“ zu unterstützen, nutzt das nationale Netzwerk „Mehr Sprachen, mehr Europa“ die Synergien einiger Schulen, die über das gesamte Staatsgebiet verteilt sind und die dank ihrer besonderen Neigung und Erfahrung im Bereich des Fremdsprachenunterrichts Initiativen ergreifen und verfolgen können, die die Mehrsprachigkeit fördern und aufwerten und zur Verbreitung von best practices beitragen.